Flugangst hat einen ganz natürlichen Ursprung: Sich durch die Luft fortzubewegen ist für den Menschen eher widernatürlich und somit für manche zunächst einmal ängstigend.
Hinzu kommt häufig die Angst vor der unüberschaubaren Technik, deren Beherrschung wir einigen wenigen Spezialisten anvertrauen müssen. Damit ist ein weiterer wesentlicher Angstauslöser angesprochen: die Angst vor dem Verlust der eigenen Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit. Nicht umsonst sind es viele beruflich erfolgreiche Menschen, die gewohnt sind, „die Zügel in der Hand zu halten“, die unter Flugangst leiden.
Eigene unangenehme Flugerlebnisse, wie eine unvorhergesehene Zwischenlandung, ein Durchstartmanöver oder schlechte Wetterbedingungen, können Auslöser für die Flugangst sein. Häufig werden jedoch normale Flugabläufe aufgrund mangelnder Information fehlinterpretiert.
Flugangst kann auch die Ausweitung einer bereits bestehenden Angst sein, (insbesondere Klaustrophobie = Angst, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten; Agoraphobie = Angst, in eine Situation zu kommen, in der eine Flucht nicht mehr möglich oder sehr peinlich wäre; Akrophobie = Höhenangst).
Stress und Angst liegen eng beieinander. Ein erhöhtes Erregungsniveau bei Stress bietet sozusagen den idealen Nährboden für eine intensive Angstreaktion, während dieselbe Situation in entspannterem Zustand vielleicht nur geringes Unbehagen bereitet hätte.