Flugangst hat einen ganz natürlichen Ursprung: Sich durch die Luft fortzubewegen ist für den Menschen eher widernatürlich und somit für manche zunächst einmal ängstigend. Hinzu kommt häufig die Angst vor der unüberschaubaren Technik, deren Beherrschung wir einigen wenigen Spezialisten anvertrauen müssen. Damit ist ein weiterer wesentlicher Angstauslöser angesprochen: die Angst vor dem Verlust der eigenen Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit. Nicht umsonst sind es viele beruflich erfolgreiche Menschen, die gewohnt sind, "die Zügel in der Hand zu halten", die unter Flugangst leiden. Eigene unangenehme Flugerlebnisse, wie eine unvorhergesehene Zwischenlandung, ein Durchstartmanöver oder schlechte Wetterbedingungen, können Auslöser für die Flugangst sein. Häufig werden jedoch normale Flugabläufe aufgrund mangelnder Information fehlinterpretiert. Flugangst kann auch die Ausweitung einer bereits bestehenden Angst sein, (insbesondere Klaustrophobie = Angst, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten; Agoraphobie = Angst, in eine Situation zu kommen, in der eine Flucht nicht mehr möglich oder sehr peinlich wäre; Akrophobie = Höhenangst). Stress und Angst liegen eng beieinander. Ein erhöhtes Erregungsniveau bei Stress bietet sozusagen den idealen Nährboden für eine intensive Angstreaktion, während dieselbe Situation in entspannterem Zustand vielleicht nur geringes Unbehagen bereitet hätte.
Nach repräsentativen Bevölkerungsumfragen fühlen sich ein Drittel bis die Hälfte aller Flugpassagiere im Flugzeug unwohl oder leiden sogar unter starken Angstzuständen. Ca. 10% der Bevölkerung sind aufgrund ihrer Flugangst noch nie geflogen. Flugangst ist in allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten zu beobachten. Männer sind gleichermaßen wie Frauen betroffen.
Symptome der Flugangst lassen sich auf drei Ebenen beschreiben:
I. Gedanklich-gefühlsmäßig (negative Gedanken, Katastrophenphantasien)
II. Körperlich ( Muskelverspannungen)
III. Im Verhalten (Flucht, Vermeidung)


Dementsprechend kann man bei der Angstbewältigung auch auf drei Ebenen ansetzen:

I. Ebene der Gedanken und Gefühle: Häufig zeigt sich die Angst darin, dass Betroffene sich Katastrophenszenarien ausmalen und sich selbst entmutigen. Daher kommt es darauf an, zu einer realistischen Einschätzung der Situation zu kommen, denn die Gedanken und Phantasien in einer angstauslösenden Situation sind der Realität häufig nicht angemessen. Abhilfe schaffen hier Information und Aufklärung. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass die Tragflächen elastisch und biegsam sein müssen, um nicht abzubrechen, können Sie mit Turbulenzen viel gelassener umgehen.

II. Körperliche Ebene: Bei Angst kommt es zu einer Aktivierung vieler Körperfunktionen, die Sie zum Beispiel in Form einer beschleunigten Atmung, einem flauen Gefühl in der Magengegend oder einer verspannten Muskulatur erleben. Dieser Zusammenhang lässt sich gezielt nutzen: Körperliche Entspannung und ein intensives Angsterleben sind unvereinbar. Indem Sie Ihre Muskeln entspannen, entspannt sich gleichzeitig auch Ihr Geist.

Eine einfache und sehr wirkungsvolle Übung geht folgendermaßen: Spannen Sie alle Muskeln Ihres Körpers gleichzeitig an und halten die Anspannung einige Sekunden. Dann nehmen Sie abrupt die Spannung weg und lassen die Muskeln locker. Diesen angenehmen Entspannungszustand können Sie dann ganz bewusst wahrnehmen und bei Bedarf die Übung wiederholen. Auch durch den Atem lässt sich der Erregungszustand des Körpers gut beeinflussen. Hastiges und kurzes Ein- und Ausatmen verstärkt die Anspannung, tiefe, langsame Bauchatmung entspannt. Achten Sie auch darauf, dass Sie lange ausatmen und Atempausen machen!

III. Verhaltensebene: Konfrontation statt Vermeidung! Die Auswirkung von Flugangst auf das Verhalten besteht meist darin, das Fliegen zu vermeiden. Dies ist verständlich, führt aber nicht zu einer Lösung. Sie schränken Ihren Lebensraum ein und riskieren, dass die Angst sich auch auf andere Bereiche ausweitet. Schon Johann Wolfgang von Goethe bekämpfte seine Höhenangst, indem er den Münsterturm bestieg, seine Angst zuließ und sie dadurch besiegte.
• Sprechen Sie die Stewardessen an und geben zu, dass Fliegen nicht zu Ihrer Lieblingsbeschäftigung zählt, sich ""outen"" nimmt Anspannung weg.
• Trinken Sie am Morgen bzw. an dem Tag des Fluges keinen Kaffee.
• Trinken Sie im Flugzeug viel Wasser, Säfte etc.
• Nehmen Sie ein spannendes Buch mit.
• Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Nachbarn.
• Denken Sie Gedanken konsequent zu Ende, dann lässt die Spannung nach und der Gedanke verschwindet viel eher, als wenn er unterdrückt wird. (Wenn Sie beispielsweise versuchen, die nächsten 5 Minuten nicht an einen weißen Bären zu denken, werden Sie erstaunt feststellen, wie schwer es ist, diesen Bären wieder aus dem Kopf zu bekommen.)

Übrigens: Alkohol und Medikamente stellen auch eine Art der Vermeidung dar. Sie verstärken den empfundenen Kontrollverlust und führen eher zu einer Festigung der Angst."
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Seit 1981 haben mehr als 20.000 Menschen an über 1.700 Seminaren teilgenommen. Diese Kontinuität der Nachfrage spricht allein schon für die Qualität der Seminare.

98% der flugängstlichen Personen nehmen am Abschlussflug des Seminars teil. Vor dem Seminar haben 47% das Fliegen noch komplett vermieden.

Stärke der Flugangst:
• Bereits während des Abschlussfluges zeigt sich eine hochsignifikante und nachhaltige Reduzierung von Atem-, Herz- und Magenbeschwerden, Schweißausbrüchen, Verspannungen und negativen Gedanken.
• Eine genauere Analyse des Abschlussfluges zeigt, dass die Angst bereits auf dem Rückflug deutlich geringer ist und mit steigender Flugerfahrung weiter abnimmt.
• Wochen nach dem Seminar berichten 78% der Teilnehmer, dass ihre Flugangst deutlich geringer geworden ist. 30% von ihnen fliegen sogar völlig angstfrei, bei ca. 80% der Teilnehmer deutliche Verringerung der Flugangst.


Langzeiterfolg:
• 1 Jahr nach ihrer Teilnahme fliegen die Teilnehmer doppelt so häufig wie zuvor.
• 1 Jahr nach ihrer Teilnahme geben etwa 70% der Teilnehmer an, mit ihrer Flugangst besser umgehen zu können. Sie fliegen mit deutlich geringerer Angst oder angstfrei.
• 40% haben durch ihre Seminarteilnahme auch andere Ängste bewältigt.
• Nahezu drei Viertel der Teilnehmer konnten das im Seminar Gelernte auch in anderen Lebenssituationen anwenden.
• Angstfreies Fliegen
• Vertrauen in Mensch und Technik
• Transparenz bezüglich psychologischer, physiologischer und technischer Hintergründe
• Herabsetzung der Hemmschwelle gegenüber dem Transportmittel Flugzeug
• Erkennen und Erleben der Vorteile von Flugreisen: Zeitgewinn - Fliegen als emotionales Erlebnis - Stressfreies Reisen
• Wissen über die Sicherheit und dessen Umwandlung in ein Gefühl von Sicherheit Auskopplung des Flugerlebnisses aus Angstsystemen wie z.B. Klaustrophobie oder Höhenangst
Die Seminare werden von etwa über 60% Frauen besucht. Wahrscheinlich fällt es Frauen immer noch leichter, sich ihre Ängste einzugestehen und dann professionelle Hilfe zur Bewältigung in Anspruch zu nehmen.
Die meisten Teilnehmer sind entweder ein- bis fünfmal oder mehr als zwanzigmal geflogen. Unter 15% der Teilnehmer sind vor Seminarteilnahme noch nie geflogen. Dies deutet darauf hin, dass die Angst vor dem Fliegen nicht unbedingt mit der Erfahrung abnimmt.
Die Mehrheit der Teilnehmer ist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die größte Altersgruppe machen die 30- bis 40-Jährigen aus. Es scheint, dass diese Altersgruppen dem größten Stress ausgesetzt sind bzw. am stärksten motiviert sind, etwas gegen ihre Angst zu unternehmen. Der jüngste Teilnehmer bisher war acht, der älteste 74 Jahre alt.
Häufig genannte unangenehme Flugsituationen sind:
• Wetterbedingte Störungen
• Start und Steigflug
• Warten und die eigene Handlungsunfähigkeit
Bei Frauen sind die häufigsten körperlichen Angstsymptome Schwindel, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen.
Bei den Männern sind es Schweißausbrüche, Muskelverspannungen und Atembeschwerden.
An den Gruppenseminaren für entspanntes Fliegen nehmen 8 bis ca. 12 Teilnehmer pro Wochenendseminar teil. IndividualCoaching ist als Training für 1-2 Teilnehmer konzipiert und dauert einen Tag.
Die Seminare finden auf 9 Flughäfen in Deutschland und an 3 Flughäfen in Italien statt:

Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München, Stuttgart Bologna, Milano, Venezia
Ja, regelmäßig in Italien (Bologna, Milano, Venezia). Im Internet finden Sie weitere Angebote für IndividualCoaching in verschiedenen Sprachen.
Unsere Seminare leiten ausschließlich qualifizierte Diplom-Psychologen/Psychotherapeuten und Piloten der Deutschen Lufthansa AG.
Benzodiazepine wie Valium, Tavor etc. sind die am häufigsten angewandten Psychopharmaka bei Angststörungen. Ihre Wirkung ist jedoch zeitlich sehr begrenzt, besonders nach Absetzen kehren die phobischen Symptome häufig zurück. Der wesentlichste Einwand gegen medikamentöse Behandlung überhaupt besteht in dem Aspekt der Abgabe von Selbstverantwortung. Das Wahrnehmen und Zulassen der eigenen Körperreaktionen und das Erlernen ihrer Steuerung sollte im Zentrum einer dauerhaft wirksamen – weil vom Betroffenen selbst einsetzbaren – Therapie stehen. Eine Studie konnte sogar zeigen, dass das Medikament ""Alprazolam"" unterschiedliche akute und verzögerte Effekte mit sich bringt. Die selbsteingeschätzte Angst während des ersten Fluges verminderte sich nach der Einnahme, während des zweiten Fluges erfolgte jedoch ein erheblicher Anstieg der Angst und der Häufigkeit von Panikanfällen, obwohl die Personen keinen Anstieg der Angst erwarteten [WILHELM & ROTH (1998)]. Warnung: Nehmen Sie niemals Benzodiazepine zum ersten Mal im Flugzeug ein, testen Sie die Wirkung zu Hause.
Die Seminargebühren sind steuerlich als Betriebsausgaben bei Unternehmen voll absetzbar, soweit die Buchung im Rahmen des Unternehmens für das Unternehmen erfolgt. Bei Privatpersonen sind die Seminargebühren voll als Werbungskosten im Rahmen ihrer Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit (Anlage N der Einkommensteuererklärung) steuerlich abzugsfähig, sofern ein hinreichender Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit gegeben ist (z.B. Flugreisen sind für den Job erforderlich).